Blick in unsere Vereinschronik

Es begann damit, dass vor 30 Jahren einige junge Männer den Bereich des einstigen Pflanzgartens an der Straße zur Alm als Rastplatz für Wanderer und Spaziergänger herrichteten. Bald entstand aber die Überlegung, in diesem so schönen Gelände eine Freizeitanlage in größerem Umfang anzulegen. Um die Planungen zu verwirklichen und um alle weitere, nicht geringe Arbeit auf feste Füße zu stellen, schien es allen Beteiligten notwendig, einen Verein zu gründen.

Am 1. August 1975 trafen sich 18 Interessenten im Pflanzgarten zur Vereinsgründung. Erwin Maring wurde zum 1. Vorsitzenden, Horst Schneider zum 2. Vorsitzenden gewählt. In einer Mitgliederversammlung am 31. August 1975 wurde die Vereinssatzung beschlossen. Immerhin zählte der junge Verein schon 35 Mitglieder, deren Zahl im gleichen Jahr auf 75 anstieg. Heute haben wir 160 Mitglieder.

1977 wurde ein neuer Vorstand gewählt, Horst Schneider zum 1. Vorsitzenden und Franz Sauer zum 2. Vorsitzenden, der dieses Amt bis zum 28. Januar 2007 innehatte. Mit der Verwirklichung der in der Vereinssatzung festgelegten Aufgaben und Ziele: Errichtung und Unterhaltung des Freizeitplatzes, Unterhaltung von Rastplätzen, Pflege aller Bräuche und der heimatlichen Kultur wurde zügig und erfolgreich begonnen.

Am 27. Mai 1976 konnte der Freizeitplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Die Mitglieder hatten tatkräftig mitgearbeitet, Gemeinde und Forstverwaltung hatten das Vorhaben großzügig unterstützt. Es folgten der Bau der Grillhütte, der Toilettenanlage und von Spielgeräten.

1978 begann der Verein mit dem Bau der Harteich-Hütte, da das kleine, einstige Gerätehaus längst nicht mehr ausreichte. Auch hier packten die Mitglieder selbstlos und fleißig mit an. Am 16. September 1979 konnte die Harteich-Hütte eingeweiht werden. Die kirchliche Segnung nahm Herr Pastor Willibrord Gerber (┼) vor.

Trotz der vieler Bautätigkeit wurden die anderen Aufgaben des Vereins nicht vergessen. Jahr für Jahr wurde der Brauch des „Erbsenrades„ , am 1. Fastensonntag gepflegt. Seit 1998 hat der Verein eine freundschaftliche Beziehung zum Club St. Jean in Contz-les-Bains in Frankreich. Dieser Club hat es sich zur Aufgabe gemacht den Lauf des Johannisrades (Feuerrad) alljährlich am Wochenende vor oder nach dem Johannistag durchzuführen.

Zwei alte Wegekreuze an der Straße „Zur Alm„ und am Kirchweg zwischen Wadrill und Reidelbach wurden von Grund auf erneuert. Bei der Vorplanung für den Dorfbrunnen konnte der Verein mitwirken.

Zur 1.000-Jahrfeier von Wadrill bewältigte der Verein die große Aufgabe der Herausgabe eines Heimatbuches. 1984 wurde vom Verein ein schmuckes, reich bebildertes Buch als Rückblick auf die einwöchige 1.000-Jahrfeier herausgegeben.

Aus kleinen Anfängen heraus entstand ein bis heute schon umfangreiches Vereinsarchiv mit Fotos und Dias mit großem dorfgeschichtlichem Wert sowie mit zahlreichen Büchern und Heften. Die Herausgabe eines Wanderführers sowie das Aufstellen von eigens hergestellten Wegweisern wurden vom Verein durchgeführt.

Des Weiteren wurden Findlinge aus heimischem Gestein mit Ortswappen von Wadrill an den vier Ortseingängen aufgestellt. Ebenso war der Verein bei der Herausgabe des Wadrill-Wappens beteiligt.

Seit dem 24. Januar 1999 ist Rainer Maring 1. Vorsitzender, der damit Manfred Dillschneider nach 16-jähriger Tätigkeit abgelöst hat.

Im Herbst 2000 wurde an der Sitzerather Straße eine in Holz gefertigte und in Schiefer eingedeckte Schautafel erstellt. Sie zeigt unser Dorfwappen sowie einen Kartenausschnitt unserer Region. Weiterhin enthalten Sie geschichtliche und aktuelle Informationen von Wadrill.

Im Frühjahr 2002 wurde der Schieferrundweg Wa7 seiner Bestimmung übergeben. Der Rundwanderweg erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Im Dezember des gleichen Jahres wurde das Buch „Dat öss ursenn Schoolljohrgang 1920„ vorgestellt. Der Autor unser Vereinsmitglied Hanns Nickels erzählt von seiner Schulzeit, Lausbubengeschichten und die kulturelle Entwicklung von Wadrill. Das Buch mit über 130 Seiten und vielen Fotos kann bei Sparkasse Merzig-Wadern, Geschäftsstelle Wadrill, erworben werden.

Unsere schöne Harteich-Hütte erfreut sich vom Frühjahr bis zum Herbst eines regen Besuchs. Für viele Vereine, Gruppen, Schulen, Firmen und Behörden ist die Freizeitanlage ein gern gewähltes Ziel. Auch Jugendgruppen aus den USA, Israel und Schweden waren schon unsere Gäste.

Die Heimat- und Naturfreunde Wadrill e. V. wollen auch in den kommenden Jahren den vielfältigen kulturellen Belangen unserer Gemeinde dienen und vor allem um den Erhalt unserer schönen Hochwaldlandschaft besorgt sein.